Sichtbarkeit, Selbstbild und die Kraft deiner Botschaft.
Deine eigene Geschichte zu erzählen ist mehr als nur Sichtbarkeit. Es ist auch Klarheit, Befreiung und ein sehr kraftvoller Schritt in dein echtes Selbstbild. Deine Geschichte ist kein Zufall, sondern deine Botschaft.
Es gibt Momente im Leben, da stehst du plötzlich da und hast keine Auswahlmöglichkeit mehr.
Bei mir war es der internationale Speaker Slam in Mastershausen. Auf einer internationalen Bühne vor einer internationalen Jury, einem Publikum von 150 Menschen vor Ort sowie weit über 1.000 im Live-Stream hatte ich die klare Aufgabe, in 4 Minuten meine Botschaft auf den Punkt zu bringen.
Ich kann dir sagen: wenn du nur wenige Minuten Zeit hast, merkst du sehr schnell, ob du wirklich weißt, wofür du stehst und was du sagen willst. Das ist gefühlt viel zu wenig Zeit, deshalb irgendwie brutal, aber gleichzeitig auch sehr spannend.
Was ist meine Geschichte? Was ist meine Message? Und was bleibt übrig, wenn ich alles Unwichtige einfach weglasse?
Bei mir ist es mein Weg vom Punk zur verbeamteten Lehrerin, raus aus der Sicherheit des Beamtentums und rein ins Unternehmertum, ins Gesichtlesen und auf die Bühne. Jaaa, das ist kein sehr gerader Lebenslauf. Aber genau darin liegt auch die Kraft.
Unsere Geschichte ist ja selten total glatt, nicht immer logisch, manchmal widersprüchlich, wild oder voller Umwege. Aber gerade diese Umwege machen uns aus, denn dort entstehen Persönlichkeit und Substanz.
Warum es befreiend ist, die eigene Geschichte zu erzählen.
Die eigene Geschichte wirklich nach draußen zu tragen, ist mehr als nur Marketing oder ein Tool für mehr Aufmerksamkeit auf TikTok, Instagram und Co.
Wenn du sie erzählst, hörst du auf, bestimmte Teile von dir zu verstecken. Und das ist echte Befreiung.
Du hörst auf, deine Umwege zu erklären, dich zu rechtfertigen, dich zu entschuldigen. Du hörst auch auf, so zu tun, als müsse alles immer strategisch, sauber und perfekt aussehen. Das muss es nämlich überhaupt nicht.
Menschen interessieren sich für echte Entwicklung, für Wandel und für Entscheidungen, die alles andere als leicht sind. Das macht Gänsehaut, das nimmt mit, das schafft Verbindung. Bei mir war es unter anderem die Entscheidung, meine Verbeamtung nach 15 Jahren im Schuldienst an den Nagel zu hängen. Diese Entscheidung war von außen betrachtet so was von unvernünftig und auch finanziell mit einigen Einbußen verbunden. Und dennoch war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
Heute verbinde ich Unternehmertum, Gesichtlesen, Persönlichkeitsentwicklung und Bühne. Ich arbeite mit Menschen, die klarer sehen wollen: Unternehmerinnen, Führungskräfte, Teams und Menschen, die sich in Veränderungsprozessen befinden oder sich diese wünschen.
Das ist nicht einfach so vom Himmel in meinen Schoß gefallen, sondern aus meiner eigenen Geschichte und meinem Weg entstanden.
Mittlerweile versuche ich nicht mehr, die einzelnen Stationen meines Lebens voneinander zu trennen, sondern lasse sie zusammenfließen: Punk, Lehrerin, Unternehmerin, Gesichtleserin, Coach, Speakerin. Das bin alles ich. Und daraus entsteht meine Botschaft.
Sichtbarkeit beginnt mit Klarheit
Auch wenn viele Sichtbarkeit sofort mit (gefühlter) Lautstärke verbinden, braucht es das meiner Meinung nach gar nicht.
Mehr posten, mehr Bühne, viel Reichweite, volle Präsenz usw., das alles passt und ist super. Aber Sichtbarkeit fängt doch schon viel früher an. Sie beginnt für mich mit der Frage, was ich eigentlich sagen will. Was ist meine Wahrheit? Was ist mein Thema? Und schlussendlich: Was ist meine Essenz?
Beim Speaker Slam musste ich genau das tun. Meine Botschaft radikal verdichten. Denn vier Minuten zwingen dich einfach, klar zu sein. Denn plötzlich fällt dir auf, wo du dich verzettelst, wo du dich anfängst zu erklären oder zu wiederholen. Wo du noch mehr Kontext geben willst, damit dich ja keiner missversteht.
Deine Botschaft braucht Mut zur Essenz, nicht noch mehr Worte.
Meine Essenz ist, dass Wachstum damit beginnt, dass wir wirklich sehen können, was in uns steckt.
Und genau darum geht es auch beim Gesichtlesen. Es geht um Potenziale, Stärken, innere Muster und unbewusste Blockaden, die sichtbar gemacht werden, ohne sie zu bewerten oder dich in eine Schublade zu stecken.
Menschen wirklich und vor allem nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen zu sehen, kann alles verändern: Führung, Kommunikation, Teamarbeit, Selbstführung und die Art, Entscheidungen zu treffen und für sich einzustehen.
Rückmeldung kann beflügeln
Wenn Menschen auf deine Geschichte reagieren, ist das wirklich großartig. Wenn du hörst, dass deine Geschichte berührt oder inspiriert hat und du spürst, dass du etwas ausgelöst hast….wow!
Es ist beflügelnd, wenn du merkst, dass etwas von dem angekommen ist, was du gesagt hast. Das ist vor allem dann so, wenn du nicht nur Wissen weitergibst, sondern auch Erfahrung, deine Haltung, Entwicklung und Wahrheit. Dieses Gefühl kenne ich übrigens schon aus der Schule. Denn wenn Lehrende Wissen vermitteln und sich gleichzeitig auch persönlich zeigen, kommt so viel mehr bei den Lernenden an.
Aber die Rückmeldung allein sollte nicht der Grund sein, warum du deine Geschichte erzählst – sie ist Resonanz, aber nicht die Erlaubnis.
Es braucht keinen Applaus, um deine eigene Botschaft ernst zu nehmen. Es braucht auch keinen Award oder eine Bühne oder stehende Ovationen, um zu wissen, dass deine Geschichte zählt.
Für mich war es großartig, den Speaker Award zu erhalten. Keine Frage. Der eigentlich Gewinn aber war, mich selbst nochmal klarer zu sehen.
Wie deine Geschichte dein Selbstbild verändert
Die eigene Geschichte zu erzählen, eröffnet die Möglichkeit, Zusammenhänge und Muster zu sehen und das eine Thema zu finden, was sich durchzieht.
Bei mir ist es das Thema Wachstum. Das Wachstum, das dich aus Sicherheit reißt und unbequem ist, weil es dich zwingt, ehrlich hinzuschauen, weil es dich fragt: Willst du wirklich so weitermachen oder ist es endlich Zeit, dich selbst ernst zu nehmen?
Vom Punk zu Beamtin. Von der Beamtin zur Unternehmerin. Von der Unternehmerin zur Gesichtleserin. Von der Gesichtleserin zur Bühne.
Schöne Linie irgendwie, aber nur rückblickend. Währenddessen fühlte es sich oft eher an wie Chaos mit gelegentlichen lichten Momenten.
Beim Erzählen erkennst du, dass es alles einen Sinn ergibt. Und dieses neue oder andere Selbstbild verändert, wie du selbst auf dich schaust. Denn du kannst plötzlich die Kraft sehen und spüren, die daraus entstanden ist.
Deine Geschichte muss raus, weil sie größer ist als du denkst
Zu normal, chaotisch, noch nicht fertig, wenig spektakulär… Denkst du vielleicht auch so über deine eigene Geschichte? Falls ja, dann lass dir gerne sagen, dass deine Geschichte nicht spektakulär sein muss, um Bedeutung zu haben. Sie muss auch nicht perfekt inszeniert sein, um Menschen zu berühren. Sie muss auch nicht nach großer Heldenreise klingen, um wertvoll zu sein.
Sie muss nur wahrhaftig sein. Denn echte Geschichten schaffen Verbindung.
Wir müssen gar nicht warten, bis unsere Geschichte perfekt klingt. Wir dürfen direkt anfangen, sie zu erzählen. Weil sie uns klarer macht und andere berühren kann.
Und weil manchmal vier Minuten reichen, um zu merken, wie viel eigentlich in uns steckt.
Willst du deine eigene Geschichte erzählen? Dann mach doch heute direkt den ersten Schritt. Noch nicht auf die große Bühne oder vor Publikum, sondern vor jemandem, der dir zuhört, dich sieht und mit dir eintaucht, um deine Wahrheit, deine Essenz ans Licht zu bringen. Melde dich bei mir und wir gehen gemeinsam auf deine Schatzsuche – ich freue mich!