Kündigen oder bleiben? Warum ich meine Beamtenlaufbahn an den Nagel gehängt habe.

Petra Lüttge Coaching
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Wie ich Sicherheit gegen Erfüllung getauscht habe und heute Menschen in Veränderungsprozessen begleite.

Es gibt Momente im Leben, da passt nach außen alles. Nach innen passt aber gar nichts mehr.

Von außen betrachtet war mein Weg sicher und stimmig. Ich war über 15 Jahre im Schulsystem als verbeamtete Lehrerin an einem Berufskolleg mit Verantwortung, Struktur, Verlässlichkeit und viel Vernunft. Das war sicherlich auch der Punkt, warum meine Entscheidung später für viele so schwer nachvollziehbar war und immer noch ist. Warum gibt jemand so eine tolle Sicherheit auf? Warum verlässt man etwas, das doch eigentlich ganz gut und doch recht bequem und vor allem finanziell abgesichert ist?

Weil mir der goldene Käfig zu eng geworden ist. Es hat mir nicht mehr gereicht, nur noch zu funktionieren. Ich wollte mehr.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn da dieser leise, hartnäckige Gedanke ist: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Ich weiß, wie lange Menschen mit sich ringen, bevor sie eine Veränderung wirklich zulassen. Ich begleite heute andere genau in solchen Phasen.

Wenn das Leben nach außen stimmt, aber innen nicht mehr

Veränderung beginnt oft nicht plötzlich und mit einem lauten Knall, sondern oft mit einer inneren Unruhe und dem Gefühl von Unzufriedenheit. Du funktionierst, spürst dich dabei aber selbst immer weniger. Du schaffst deinen Alltag, erfüllst deine Aufgaben und bedienst Erwartungen. Gleichzeitig merkst du, dass dein inneres Leuchten immer weniger wird.

So war das auch bei mir.

Ich war nicht von heute auf morgen an einem Punkt, an dem ich alles hinschmeißen wollte. Es war eher ein Prozess mit einem zunehmenden Spüren, dass Wiederholung, Routine und sehr enge Strukturen mir auf Dauer nicht reichen. Dass ich gestalten will, selbstbestimmt arbeiten will und vor allem Menschen nicht nur im Rahmen eines Systems sehen will, sondern tiefer gehen will, erhlicher, wirklicher, individueller und vor allem wirksamer.

Die innere Wahrheit kommt oft früher, als wir bereit sind, sie auszusprechen

Viele Menschen (wie ich auch) spüren sehr wohl, dass eine Veränderung ansteht. Diesem Gefühl wird aber oft nicht wirklich Raum gegeben. Denn die Fragen, die dann unweigerlich auftauchen, machen Angst und sind sehr mächtig:

  • Wie soll das gehen?
  • Wie soll ich das schaffen?
  • Was, wenn ich scheitere?
  • Was, wenn andere mich nicht verstehen?
  • Was, wenn ich später bereue, diesen Schritt gemacht zu haben?
  • Was wenn ich weniger verdiene?
  • Was denken wohl andere von mir?

Ich kenne diese Fragen, denn ich habe sie mir alle selbst gestellt. Ich weiß, wie es ist, wenn eine Entscheidung nicht nur emotional, sondern auch praktisch Konsequenzen hat. Wenn nicht nur der Job dranhängt, sondern auch Sicherheit, Status, finanzielle Planbarkeit, Zukunftsvorstellungen… Genau deshalb begleite ich Veränderungsprozesse heute nicht oberflächlich. Ich weiß, dass Mut nicht nur ein schönes Wort ist, sondern ganz viel Kraft und Energie benötigt.

Warum ich meinen sicheren Weg verlassen habe

Irgendwann war für mich klar, dass ich nicht darauf warten will, dass mir jemand den Raum gibt, den ich für mich brauche. Passiv zu bleiben und weiter darauf zu warten, dass sich etwas in die Richtung verändert, die für mich stimmig ist, kam für mich nicht mehr infrage.

Die Erkenntnis, dass ich Menschen wirksamer begleiten will, in eigenem Tempo, und vor allem nicht nur in einem begrenzten inhaltlichen Feld, sondern mit allen Möglichkeiten, Spannungen und Entwicklungsschritten. Verwaltung und Wissensvermittlung waren mir zu wenig. Ich wollte wirklich mitgestalten.

Diese Erkenntnis war kein Befreiungsschlag, sondern das Ergebnis eines längeren inneren Prozesses, bei dem ehrliches Hinschauen nicht immer nur angenehm war.

Und ja, es gab auch viele Simmen im Außen, Zweifel, Fragen (vor allem nach Geld, Sicherheit und Rente). Gerade, wenn ein vermeintlich sicherer Weg verlassen wird, reagieren Menschen oft mit Unverständnis aus Sorge oder eigenen Ängsten. Für mich wurde es aber irgendwann ganz klar: Sicherheit ist nicht Freiheit. Und ein Leben, das außen vernünftig aussieht, ist nicht automatisch ein Leben, wass nach innen stimmig ist.

Träume verwirklichen heißt nicht, kopflos alles hinzuschmeißen

Mir ist eines unglaublich wichtig: Ich romantisiere Veränderung nicht.

Wenn du spürst, dass du dir Veränderung wünschst, heißt das nicht, dass du impulsiv alles abbrechen sollst, hart alles durchzuziehen und das noch als Mut zu verkaufen. Und es geht auch nicht darum sofort eine perfekte Antwort parat zu haben.

Veränderung beginnt schon viiiel früher, indem du aufhörst, dich selbst zu übergehen. Du benennst klar, was nicht mehr passt – erst für dich selbst, und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, auch nach außen. Du fängst an, dich selbst ernst zu nehmen und hörst auf, dich nur an Erwartungen im Außen auszurichten. Deine nächsten Schritte entwickelst du Stück für Stück, damit die Veränderung keine große Fantasie bleibt, sondern du deine Träume verwirklichst.

Und genau so begleite ich Menschen auch in Veränderungsprozessen. Bei mir gibt es weder leere Motivationssätze und Tschakka, kein Blabla und Coachianisch. Für mich zählen Ehrlichkeit, Tiefe und echte Auseinandersetzung mit dir selbst.

Warum meine Geschichte für meine Arbeit heute so wichtig ist

Ich habe selbst erfahren, was Veränderunsphasen mit einem machen. Ich kenne diese Spannung zwischen Vernunft und Sehnsucht, die Fragen nach Identität, Wert, Richtung und Mut. Und ich kenne auch die Momente, in denen man sich fragt, ob man sich das eigentlich wirklich selbst trauen darf.

Meine eigene Geschichte ist deshalb nicht einfach nur ein persönlicher Hintergrund, sondern Teil meiner Komptenz.

Mein Weg ist bestimmt nicht der richtige für alle. Aber ich weiß, wie Veränderung sich anfühlt, wenn sie nicht nur ein Gedanke, eine Idee oder Sehnsucht bleibt, sondern ins echte Leben gebracht wird.

Warum gerade Frauen nicht nur Mut, sondern auch Selbstwert brauchen

Viele Menschen wissen längst, dass sie etwas verändern möchten. Aber sie erlauben es sich nicht.

Sie nehmen sich selbst nicht wichtig genug, zweifeln an ihrem Wert, machen sich kleiner und bleiben in Situationen, die nicht mehr passen. Sie warten auf Erlaubnis, Zustimmung oder auf den perfekten Zeitpunkt.

Gerade Frauen haben oft gelernt, viel zu tragen, viel zu leisten und trotzdem noch zu hinterfragen, ob „mehr zu wollen“ überhaupt okay ist. Mehr Raum. Mehr Sichtbarkeit. Mehr Geld. Mehr eigenes Leben.

In Veränderungsprozessen geht es fast immer auch um deinen inneren Stand, um deinen Selbstwert, um die eigene Verantwortung und die Frage, ob du dir selbst glaubst, wenn du spürst, dass da mehr für dich möglich ist.

Sehst du auch gerade an einem solchen Punkt?

Vielleicht bist du noch nicht bereit, alles zu verändern. Musst du auch nicht.

Aber vielleicht spürst du, dass da etwas in Bewegung kommen will, dass du mehr als nur funktionieren willst, dass du dir mehr Klarheit wünschst und mehr innere Stimmigkeit. Und mehr Mut für das, was danach kommt.

Das ist dein Anfang: Kein Fünfjahresplan, keine radikale Entscheidung über Nacht. Nur der Moment, in dem du aufhörst, dich selbst zu übergehen.

Ich begleite Menschen, die an einem Punkt stehen, an dem das Alte nicht mehr passt und das Neue noch nicht ganz greifbar ist. Menschen, die sich nicht mit schnellen Floskeln abspeisen lassen wollen, sondern ehrlich hinschauen wollen für Klarheit über sich selbst, ihre nächsten Schritte und das, was wirklich passt und stimmig ist.

Wenn du dich darin wiederfindest, melde dich gern bei mir. Denn Veränderung wird leichter, wenn du sich nicht nur mit dir selbst ausmacht.

Manchmal braucht es zuerst nur einen ehrlichen Blick und den ersten Schritt, dir selbst wieder zuzuhören.