Face Reading, Führung und Coaching

Petra Lüttge Coaching 9
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Es gibt Dinge, die versteht man nicht vollständig, wenn man sie nur aus Büchern kennt.

Führung ist so ein Beispiel. Ich habe in meinem Studium, in meiner Zeit als Lehrerin und in meiner Arbeit als Coach und Gesichtleserin habe ich unglaublich viel über Führung, Kommunikation, Entwicklung und Unternehmen gelernt. Und trotzdem ist es etwas völlig anderes, wenn Führung plötzlich nicht mehr nur theoretisch ein Thema ist, sonder etwas, was man täglich lebt.

Gemeinsam mit meinem Mann führe ich das Garten- und Landschaftsbauunternehmen Gartenplan Esken & Hindrichs. Ein Betrieb mit rund 30 Mitarbeitenden, vielen Persönlichkeiten, anspruchsvollen Projekten… Mein beruflicher Alltag funktioniert wirklich nur selten nach Lehrbuch.

Meine Arbeit als Geschäftsführerin, Coach und Gesichtleserin ist verbunden mit echtem Leben, echter Verantwortung und echter Führung.

Ich führe nicht allein. Ich führe gemeinsam.

Ein Unternehmen mit dem eigenen Ehemann zu führen, bringt eine ganz besondere Form von Verantwortung und Miteinander mit sich.

Es gibt nicht nur strategische Entscheidungen, Zahlen, Abläufe, Mitarbeitende und Kunden. Es gibt eben auch die nicht weniger wichtigen Fragen: Wie kommen wir gleichzeitig als Paar, als Eltern, als Unternehmer und als Menschen miteinander klar?

Ganz oft müssen wir Grenzen ziehen in Gesprächen: Was ist gerade dran – Berufliches oder Privates? Wer spricht hier gerade – Ehepartner oder Geschäftspartner? Das war und ist für uns ein riesiges Lernfeld, jeden einzelnen Tag. Mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Misserfolgen, Freuden und Frust – mit allem, was unser Leben ausmacht.

Deshalb beginnt Führung für mich immer bei mir selbst und dort wo ich Entscheidungen für mich oder andere treffe, wo ich Verantwortung teile, wo ich mit mir ringe, sortiere, kläre oder gestalte. Denn Führung nach außen funktioniert nur, wenn ich auch bereit bin, mich selbst zu führen

Menschen wirklich sehen

Im Garten-Business geht es nach außen um hochwertige Gärten, um Planung, um den Gartenbau, um Gartenpflege, Kundenservice und vor allem darum, außen schöne Lebensräume zu gestalten.

Im Innen geht es aber immer um den Menschen. Um Mitarbeitende, die ihre Aufgaben machen. Um Teamleiter, die wachsen, um junge Menschen, die ihren Platz im Beruf finden. Aber auch um erfahrene Fachkräfte, die gesehen werden wollen und um Menschen, die manchmal mutiger sind, als sie selbst glauben.

Das ist für mich der Verbindungspunkt der beiden Welten: Gesichtlesen und Coaching mit dem Garten- und Landschaftsbau. Gesichtlesen heißt genauer hinzusehen und dabei nicht zu bewerten oder in Schubladen zu denken. Vielmehr geht es darum zu sehen, was im Menschen angelegt ist, welche Kraft er mitbringt, wie jemand die Welt wahrnimmt oder was er braucht, um in seine Stärke zu kommen. Daraus folgen Überlegungen, welche Verantwortung wirklich zu ihm passen kann, wo er sich vielleicht noch zurückhält, obwohl noch mehr möglich wäre.

Ich glaube, dass viele Menschen so viel mehr in sich tragen, als sie selbst gerade leben.

Was ich im Gesicht sehe, begegnet mir auch im Unternehmen

Im Face Reading schaue ich auf Stärken, Potenziale, innere Strukturen und Wesenzüge. Das begegnet mir auch im meinem Alltag als Unternehmerin, und zwar ganz konkret zum Beispiel in Gesprächen, in Konflikten, in Entwicklungsschritten.

Manchmal sehe und spüre ich zum Beispiel deutlich, dass in einem Menschen Führungspotenzial angelegt ist, der Mensch es aber selbst noch nicht sieht oder spürt. Oder dass jemand unglaublich feinfühlig ist, diese Qualität aber für eine Schwäche hält.

Das sind für mich die Punkte in denen echte Entwicklung möglich ist – egal ob im Unternehmen, oder im Coaching.

Entwicklung heißt nicht, Menschen verändern zu wollen

Was ich absolut nicht mag sind (vermeintliche) Coachings, die sich nur so nennen, die nur an der Oberfläche bleiben und ganz nett sind, aber keine wirkliche und vor allem nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Mit liegt es fern, Menschen optimieren zu wollen – weder im Coaching, noch im Unternehmen. Ich möchte niemanden in eine Form pressen oder in eine Richtung schieben. Was mich wirklich interessiert und was ich wirklich wichtig finde ist, was in diesem Menschen alles angelegt ist, was er mitbringt, was noch nicht sichtbar ist, was mehr Raum braucht und welche Stärke vielleicht zu lange übersehen wurde und was den Menschen daran hindert in seine volle Kraft zu kommen.

Gerade im Face Reading wird das besonders deutlich. Ich sehe Eigenschaften aber noch viel mehr Hinweise auf Potenziale, Bedürfnisse, innere Bewegungen oder Blockaden und persönliche Kraft. Im Coaching übersetzen wir dann gemeinsam diese Hinweise ins Leben: Was bedeutet das für Entscheidungen, für das Berufliche, für Beziehungen, für Selbstführung, für nächste Schritte?

Warum ich meine Arbeit so gestalte

Ich sehe Menschen, und ich fordere sie heraus.

Face Reading, Führung und Coaching haben für mich denselben Kern, nämlich wirklich zu sehen, was in einem Menschen steckt. Und das nicht an der Oberfläche oder auf eine Rolle oder Funktion oder gar Erwartung bezogen, sondern immer mit dem Blick darauf, was angelegt ist, was von außen angenommen ist und vielleicht gar nicht (mehr) zu dir gehört, und wer du im Kern wirklich bist.

So arbeite ich als Coach, als Gesichtleserin und als Unternehmerin. Und als Frau, die gemeinsam mit ihrem Mann ein Unternehmen führt, in dem all diese Fragen nicht nur Theorie sind, sondern jeden Tag lebendig werden.